Erich Heckel

Ausstellung: 25. April bis 8. Juni 2019.

Die Tradition der Betreuung einer überregional bedeutenden Kunstsammlung, mit dem Schwerpunkt Klassische Moderne, führt der Kunsthändler und Galerist Martin Burkart in Singen am Hohentwiel bereits in zweiter Generation fort. Mit 18 Arbeiten präsentiert nun Burkart 2019 Erich Heckel in Berlin, einen der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus und Gründer der Künstlergruppe »Die Brücke«.

Erich Heckel stellte in der Tat eine Brücke dar, vielleicht sogar „die“ Brücke, eine – im weitesten Sinne – lebendige Möglichkeit der Verbindung zwischen weit voneinander liegenden Welten, als Integrationsfigur der Künstlergruppe »Die Brücke«, die er zusammen mit Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl 1905 ins Leben rief. Als der Versöhnliche galt Erich Heckel in seiner über 60-jährigen Schaffensperiode, der sich jedem zuwenden und dadurch entstandenen Kontakte und Freundschaften lange Zeit aufrecht erhalten konnte. Erich Heckel war zurückhaltend, aber prägend. So pflegte er zum Beispiel nicht allein Freundschaften zu Otto Müller, Emil Nolde, Paul Klee, Max Pechstein, Lyonel Feininger, Max Beckmann, Franz Marc und August Macke, seine zahlreichen Reisen durch Deutschland und Europa führten ihn auch immer wieder mehrmals an denselben Ort. Oftmals zu verschiedenen Jahreszeiten.

Neben seinen fünf Heimatorten Dresden, Dangast, Berlin, Osterholz und Hemmenhofen am Bodensee, besuchte Erich Heckel eine Fülle von europäischen Städten und Landschaften. London, Paris, Rom, Venedig und Florenz; Breslau, Lindau, Überlingen, Allgäu, Mittel- und Oberrhein; die Niederlande, Belgien, Dänemark und Schweden.