© Kirchner Museum Davos.

Ernst Ludwig Kirchner
Maler, Grafiker

Der Künstler Ernst Ludwig Kirchner wird 1880 in Aschaffenburg geboren. 1905 gründet er in Dresden mit Studienkollegen die expressionistische Künstlergemeinschaft „Die Brücke“. 1912 nimmt er an der internationalen Sonderbund-Ausstellung in Köln teil. Kirchner zieht 1917 nach Davos. 1937 werden seine Werke in Einzelausstellungen in Bern und Detroit gezeigt. Die Nationalsozialisten diffamieren Kirchners Kunst als „entartet“. Im Jahr 1938 nimmt sich Kirchner in Frauenkirch bei Davos das Leben.

Quelle: Städelmuseum

Vita
  • 1880 6. Mai: Ernst Ludwig Kirchner wird in Aschaffenburg als Sohn eines Papierchemikers geboren. 
  • 1901 Beginn des Studiums der Architektur an der Technischen Hochschule in Dresden. Gleichzeitig besucht Kirchner eine private Kunstschule. 
  • 1903/04 Studium an der Technischen Hochschule in München. Fortsetzung des Studiums in Dresden. Bei einer Ausstellung in München entdeckt Kirchner die Malerei der von Wassily Kandinsky geführten Gruppe „Phalanx“ und der französischen Neo-Impressionisten. 
  • 1904 Rückkehr nach Dresden.
    Bekanntschaft mit den Architekturstudenten Erich Heckel, Fritz Bleyl [1880-1966] und Karl Schmidt-Rottluff. 
  • 1905 Gemeinsam gründen sie die Künstlervereinigung „Die Brücke“. 
  • 1906 Kirchner übernimmt Heckels Atelier im Dresdner Arbeiterviertel.
    Zu seinen bevorzugten Themen gehören neben Akten und Porträts auch Landschaften, Stadtansichten und die Welt des Varietés. 
  • 1910 Bekanntschaft mit Otto Mueller in Berlin. 
  • 1911 Übersiedlung der Brücke-Künstler nach Berlin. Die Welt des Varietés und des Zirkus werden zu neuen Themen in Kirchners Malerei und Grafik.
    Zusammen mit Max Pechstein gründet er das Institut Moderner Unterricht in Malerei [MUIM], das jedoch erfolglos bleibt. 
  • 1912 Beteiligung an der Sonderbund-Ausstellung, Köln. 
  • 1913 Nach der Auflösung der „Die Brücke“ malt Kirchner eine Reihe großformatiger Straßenszenen, wie z.B. „Berliner Straßenszene“.
    Erste Einzelausstellungen im Folkwang-Museum, Hagen. 
  • 1914 Kirchner bezieht ein Dachatelier in Friedenau, Berlin. 
  • 1915/16 Freiwilliger Kriegsdienst als Fahrer in einem Artillerieregiment.
    Nach einem körperlichen und seelischen Zusammenbruch begibt sich Kirchner zur Behandlung in ein Sanatorium bei Königstein, Taunus. 
  • 1917 Übersiedlung nach Davos. Kirchner übermalt alte Bilder und datiert sie vor, um seine kunsthistorische Position anders zu akzentuieren. 
  • 1921 Kirchners Werke werden im Berliner Kronprinzenpalais [Abt. der Nationalgalerie] gezeigt. 
  • 1923 Umzug in ein Bauernhaus nach Frauenkirch-Wildboden bei Davos. 
  • 1926 Kirchner reist nach Deutschland, wo er unter Depressionen und Schwächeanfällen leidet. 
  • 1930 Eine linear abstrahierende Malweise kennzeichnet die letzte Phase seines Werks. 
  • 1933 Die Kunsthalle Bern stellt Werke von Kirchner aus. 
  • 1937 Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel und im Kunstmuseum von Detroit, USA.
    Die Nationalsozialisten diffamieren Kirchner als „Entarteten Künstler“ und beschlagnahmen 639 seiner Werke aus deutschen Museen. 32 seiner Werke werden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. 

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